| All Days | 145313 |
Tja! Es gibt so einiges neues. In der letzten Woche wurde im Kreistag in Verden offiziell mitgeteilt, dass der 100 000er Hühnermaststall so nicht genehmigt werden kann. Grund: Die Zufahrtsstrasse ist 0,35 m zu schmal und müsse mit Ausweichbuchten für den Gegenverkehr versehen werden. Dann ginge es doch. Das allerdings stellt sich in der Umsetzung nicht ganz so einfach dar. Links und rechts verläuft ein Graben. Eine ziemlich kostenintensive Geschichte, diesen Radwanderweg NUR als Zufahrt für den Maststall in eine hauptverkehrstaugliche Strasse umzubauen. Somit also wären nach Recht und Gesetz die Voraussetzungen zum Bau so einer industriellen Mastanlage schon in diesem Punkt NICHT erfüllt und der Antrag müsste abgelehnt werden.
Hurrah! Dachten wir so im ersten Moment. Wenn da nicht so gleich wieder das kalte Echo eines Satzes aus dem Kreistag auch unsere Siedlung erreicht hätte. Ich sag's mal ganz flapsig mit meinen Worten „Bürgermeister Mattfeld hat so ganz stiekum hintenrum dem Antragsteller des Maststalles einen Gemeindeweg zum persönlichen Ausbau für sein Vorhaben versprochen“.
Bislang hatten wir ja immer noch gehofft, dass so eine linke Tour eher aus dem Reich der - na sagen wir mal - Hirngespinste eines unüberlegten Möchtegernpolitikers kommen. Dass jemand tatsächlich so was von korrupt ist, kennen wir nur von den grossen Politikern aus Berlin.
Kommunalpolitiker waren doch immer die, die noch Ideale hatten, dachten wir. Nun ja! Nun wissen wir es genau. Bürgerfreundliche Politik will der Mattfeldt jedenfalls NICHT machen. Eher „Little Business“ auf unsere Kosten im Flecken Langwedel, und „BIG BUSINESS“ auf unser aller Kosten in Berlin.
Nun wird auch klar warum er von Demokratie (Volksentscheid) nix hält.
Regierung nach Gutsherrenart, sowas schwebt ihm vor. Mir fällt da nur die "Langwedeler Rundschau" ein. In der nur Andreas Mattfeldt erwähnt wird. Wie bitte? Warum heisst es dann LANGWEDELER Rundschau? Ist Andreas Mattfeldt Langwedel? Sind wir schon soweit gekommen? Sollen wir ihn schon Statthalter nennen? Vom schönen Langwedel stand jeden falls nix drin...... in der Rundschau!
Zum Schluss vielleicht noch das eine: Die CDU (Herr Warnke) hatte versprochen, sich bei den Bürgern in Etelsen zu melden wenn es was neues gibt in Sachen Hähnchenmast, damit im zweiten Anlauf alles nach Recht und Gesetz zugeht.
Hier hat noch kein Telefon geklingelt.
PS: Der Korrektheit halber sei gesagt: Herr Bethge, der Bauamtsleiter der Gemeinde streitet natürlich heute ab, dass es einen Deal mit dem Antragsteller gibt. Aber Herr Bethge ist auch derjenige, der im Januar in einer öffentlichen Ratssitzung gesagt hat, dass der Antragsteller noch andere Möglichkeiten habe. Z.b. könnte die Gemeinde ihm einen Weg übereignen für den Fall, dass die Giersbergstrasse sich als ungeeignet erweise. (Er selber hatte sie schon im Vorfeld als öffentliche Strasse ohne Gewichtsbeschränkung ausgewiesen).
Nun ja! Es ist eine Woche vor der Wahl. Der Bürgermeister muss geschützt werden. Mit egal welchen Worten.
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