10.07.2009 / 18.07.2009:

Illegaler Lebendrupf von Gänsen in Deutschland

Es ist nicht zu fassen, zu welch abartigen, widerlichen und verachtenswerten Kreaturen zivilisierte (?) Menschen generieren, wenn es um den persönlichen Profit geht.
Das Beispiel der lebendig gerupften Gänse in Wistedt ist nur ein trauriges Beispiel dafür, wozu Menschen im Umgang mit hilflosen und schwächeren Geschöpfen fähig sind.
Auch hier ist wieder bezeichnend: Keiner will davon gewusst haben. Alle waschen ihre Hände in Unschuld. Die Ausrede der Gänsezüchter, dass es sich bei dem Lebendrupf um eine notwendige medizinische Maßnahme zur Bekämpfung einer Penisinfektion gehandelt haben soll, ist peinlich und absurd, da sich in der Herde nur wenige Ganter befanden.

Schlimm genug, dass das Tierhaltungsverbot nur für einen der Eigentümer ausgesprochen wurde. Damit ändert sich rein gar nichts. Die gequälten Tiere bleiben auf dem Hof des Peinigers, als zusätzliche Maßnahme wurde lediglich die Anzahl der Kontrollen erhöht. Na wie hilfreich! Hätten die Kontrolleure des Kreisveterinäramtes nicht schon bei ihren Kontrollen in der Vergangenheit feststellen MÜSSEN, dass es wohl nicht in der Natur der Gänse liegt, nahezu federnlos und mit deutlichen Verletzungen herumzulaufen? Was sollen denn jetzt die zusätzlichen Kontrollen bringen, wenn das Kreisveterinäramt schon zuvor die deutlichen Anzeichen der Tierquälerei übersehen hat? Es liegt der Verdacht nahe, dass die Kontrolleure des Kreisveterinäramtes davon gewusst haben. Dass sie die Tierquälerei gebilligt und dabei weggesehen haben. Hier ist viel Raum für Misstrauen und noch viel üblere Verdächtigungen. Und solange nicht die vollständige Wahrheit ans Tageslicht kommt, werden die Verdachtsmomente bestehen bleiben.
Interessant wäre auch, zu erfahren, ob das Kreisveterinäramt personelle Konsequenzen zieht, da die zuständigen Mitarbeiter für ihren Job, Missbrauch und Quälerei der Tiere festzustellen, ja offensichtlich vollkommen ungeeignet sind. In der freien Wirtschaft hätten diese Leute eine fristlose Kündigung erhalten. Aber in der wunderbaren Behördenwelt gelten leider andere Regeln.

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" verfolgt dieses traurige Thema - aktueller Stand, Petition und Video hier.

Die Empörung der Bevölkerung über diese Tierquälerei reißt nicht ab:
Noch mehr Leserbriefe der Verdener-Aller-Zeitung vom 25.07.2009:

 

"Frage der Woche" - Leserbriefe zum Thema "Ermittlungen gegen Gänsefarm"
Verdener-Aller-Zeitung vom 18.07.2009:

noch mehr Leserbriefe:

"Ein bedeutungsloses Verbot": Verdener-Aller-Zeitung vom 18.07.2009

"Aus für Gänsequäler": Verdener-Aller-Zeitung vom 17.07.2009

Die Lüge hakt an allen Ecken: Verdener-Aller-Zeitung vom 11.07.2009

Ermittlungen gegen Gänsefarm: Verdener Aller-Zeitung vom 09.07.2009


Todeskampf für ein paar Daunen: Verdener-Aller-Zeitung vom 08.07.2009