Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt den Beschluss des Dannenberger Stadtrats vom vergangenen Montag, in dem dieser sich für eine bäuerliche Landwirtschaft im Gemeindegebiet ausspricht und gegen eine industrielle Tierhaltung in ihrem Bereich. Die AbL bewertet diese Einigung auf ein landwirtschaftliches Leitbild als beispielgebend für viele weitere Kommunen und Landkreise, die sich gegen das Vordringen einer agrarindustriellen Landwirtschaft wehren. Die Rechte der Kommunen in diesem Bereich, so AbL-Agrarindustrie-Experte Eckehard Niemann, müssten angesichts der zunehmenden und unerwünschten Bauanträge von Agrarindustriellen und außerlandwirtschaftlichen Investoren gestärkt werden. Dies entspreche im übrigen auch den Forderungen von Gemeinden und Landkreisen in den agrarindustriell hochbelasteten Räumen im Emsland und im Weser-Ems-Raum.
In ihrem Beschluss, der nach einer vorhergehenden Anhörung von Bürgerinitiativen, BUND, Landvolk und AbL verabschiedet wurde, unterstützt die Stadt Dannenberg eine bäuerliche Landwirtschaft, die sie an  folgenden Merkmalen festmacht: „Nachhaltige Bodenbewirtschaftung und flächengebundene Tierhaltung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft“, „Wirtschaften in überschaubaren Sozialgruppen bei der Arbeitserledigung unter wesentlicher Beteiligung von Familienarbeitskräften“, „Selbständigkeit im Wirtschaften und selbstverantwortlicher Einsatz von Kapital, Boden und Arbeitskräften im Betrieb“ sowie „Langfristige Erhaltung der betrieblichen Grundlagen (Generationenverantwortung) vor einseitiger Gewinnmaximierung.“
Angesichts der von Landesregierung und Landvolk massiv propagierten Agrarindustrialisierung Ost-Niedersachsens als „Ausweichregion“ für geplante Agrarfabriken aus dem Emsland und Südoldenburg, so die AbL, sei diese Positionierung Dannenbergs ein außerordentlich verantwortungsbewusstes und ermutigendes Signal.

 

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.
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